Transkription
1
Gnädigen Fürsten vnnd Herrn, die ab solcher vngewohnn-
2
ter Manier zu handlen ein grosß misßfallen
3
getragen.a Hetten auch gleich darwider eine schrift-
4
liche Protestation nacher Schweÿtz schiken lasßen,
5
wann nit die hofnung geweßen, Herr Landt-
6
Sekelmeister werde nechster Tagen hier seÿn, vnnd
7
solle als dann Herrn Canzler mundtlich solche Prote-
8
station verrichten, vnnd ihme andeüten, das hier-
9
mit des Gottshaußes Recht vbel angegrifen
10
vnnd violiert seÿe. Herr Landt Sekelmeister
11
bleibte lang auß vber die vermeinte Zeit, vnnd
12
kam erst in der ersten Wochen der Fasten, den
13
18. Februarii allhero; da er von der sigenden Parthÿ
14
ersuecht vnnd gebetten worden, weilen Vogt Wis-
15
mann wegen der geschehenen Inhibition schirm
16
nit geben wolte, Er sie bÿ der Appellation Vrthel
17
schirmen wolle. Auf diß hin kam Herr Landts-
18
Sekelmeister in die Canzlÿ , dorten er Herrn Canzleren
19
vnnd Herrn Secretarium angetrofen, vnnd dißerem
20
Handel nachgefragt. Demme Herr Canzler ieni-
21
gen befelch der Protestation abgelegt, vnnd heiter
22
angedeütet, Ihre Fürstlich Gnaden verstehen solche In-
23
hibition zu grosßem Verdrusß, vnnd lasßen
24
vber die Appellation kein Syndication nit
25
gehen, verhofen auch, ein Loblicher Ohrt Schweÿtz wer-
26
de sie in dißerem Passu nit hinderen, sonder bÿ
27
alten Rechten bleiben lasßen vnnd schirmen. Herr
28
Landts-Sekelmeister antwortete, Eß seÿe von
29
Seiten seiner Gnädigen Herren vnnd Oberen nit die
30
Meynung, Ihre Fürstlich Gnaden vnnd dero Gotts-
31
hauß in ihren Rechten einiger Eintrag zu thuen,
32
sonder