Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

11. Februar 1687 · Seite 29 · Scan 40
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Marginalie
[029]
Zeile 1
1687
Zeile 4
Pater Eberhardus decumbit.
(lat) Pater Eberhardus ist schwer krank.
Zeilen 13–16
Scriba Curriger citat Patrem Œconomum ad Iudicium Sæculare in causa fontis sui.
(lat) Der Schreiber Kurriger zitiert den Pater Statthalter vor das weltliche Gericht.

Transkription

Februarius.
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tion darbÿ gehabt. Gleiche Dispensation
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in Silentio geschache auch auf den Abend, darbÿ
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doch keine Gäst waren, vnnd waren alle Con-
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ventuales, ausßert dem einigen Pater Eberhard, im
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Refectorio bÿsamen, Pater Eberhard, weilen er vbel
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krank lage, verbleibte in seinem Zimmer, vnnd
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geduldete sich mit geringer Aufwahrt.
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Im dorf war der gester vnnd vorhero heüfig
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abgefallene Schnee nit wenig Hinderung der
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vbbigkeit, gleichwohl ist es in Heüßeren
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zimmlich muthwillig hergangen, doch ohne alle
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aüsßerliche oder ofenliche Vngelegenheit.
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11. Februarii. Schikte Schreiber Joseph Curriger
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vnßeren Weÿbel zu vnßerem Patri Statthalter
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mit befelch, ihne vor nechstes Gericht zu ci-
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tieren. Vnnd als Weÿbel ihne darüber be-
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fragt, warumb er ihne vor Gricht citiren
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wolle lasßen, antwortete er, wegen deß
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brunnens, dann er den ganz vnnd gar nit
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könne noch wolle nachgeben. Alß
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nunn der Weÿbel zu Patri Statthalteren kom-
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men, erzellte er dem selben, was Schreiber
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Kurriger ihme anbefohlen; sagte aber darzu,
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er wohl wüsße, das ein Geistlicher nit
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könne vor Gricht der Weltlichen gezogen
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werden, habs doch Patri Statthalteren berichten
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wollen, vnnd vernemmen, was er entgegen
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werde befehlen. Pater Statthalter ant-
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wortete, es sollte Weÿbel dem Schreiber Kur-
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riger anzeigen, er size wieder seiner Ober-
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keit,

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