Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

6. Februar 1687 · Seite 26 · Scan 37
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Marginalie
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Zeile 1
1687

Transkription

Februarius
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geachtet, das Ihre Fürstlich Gnaden möchten in der Senften
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allhero zua bringen, weilen Theils die Pferdt den
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so diken Schnee zubrechen zu schwach, theils die Senft-
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en den Schnee forttrukenxxxb, vnnd mehren-
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theil auf dem Schnee steken müsste. In
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der Nacht darüber hatt der Luft, vnnd zumahl
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frisch fallende Schnee die Zwächten erst recht zu-
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gericht, vnnd dermasßen alles vngangbar ge-
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macht, das nur anders nicht möglich ware,
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als das mann durch viles Veÿch vom hauß
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kommen möchte.c Eß müssten auch vnßere Ochsen
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am Morgen gar frühe auf seÿn, den hirten
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zum Vÿch weg zu machen. Vnßerem Gnädigen Für-
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sten vnnd Herrn aber allhero zu helfen, schikte
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Pater Statthalter Morgen früe von hierauß 4
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Ochßen, mit 6 Knechten gegen dem Ezel, vnnd
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darüber 3 Karren- blosßd mit einem Schlitten,
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den Weeg zu öfnen. Welche dermasßen vill
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Schnee angetrofen, das sie innert 3 Stunden
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blosß vber den Horgenberg kommen, vnnd ist
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der Schnee mithin so hoch geweßen, das die Ochßen
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sich darunder ganz verlohren. Müssten also die
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Knecht mit Schauflen helfen,e zumahl dem Ochsen
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den Weeg zu suechen, als selbsten durch zutringen.
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Seÿnd aber wegen sehr grosßem Schnee erst vmb
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12 Vhren auf den Ezel kommen, da sie sich in etwas
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wider erholet, vnnd dem Vÿch Fueter geben. Hernach
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seÿnd sie bis auf Pfeffiken marschiert, da sie
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erst gegen 6 Vhren am Abend ankommen, weilen
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durch den berg hinunder mithin eben so grosße
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Zwechten geweßen, als von hier auß. Ein
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vnnd

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "zu" eingefügt.
b Streichung durch Autor. Rekonstruiert: müesste.
c Texteingriff durch Edition: Strichpunkt durch Punkt ersetzt.
d Unsichere Lesung.
e Texteingriff durch Edition: Komma eingefügt.